Verhalten bei Gewitter

Vor Gewittern schützen Sie sich am besten mit einer seriösen Wanderplanung unter Einbezug des Wetterberichts und indem Sie die Bergwanderung rechtzeitig beenden. Sollten Sie dennoch in ein Gewitter kommen, beachten Sie folgende Hinweise:

  • Gefahr durch Blitzschlag und Erdströme

    Gefahr droht sowohl durch einen direkten Blitzeinschlag als auch durch die Erdströme, die sich in der Umgebung des Blitzeinschlages entlang der Erdoberfläche ausbreiten.

    • Je besser der Untergrund leitet (Stahlseile, Wasserläufe), desto weiter breiten sich die gefährlichen Erdströme aus.
    • Je punktförmiger Sie den Boden berühren, desto geringer ist die Schrittspannung.
    • Erdströme können auf einen benachbarten Gegenstand überspringen, darum gilt: 2 m Abstand halten.
  • Besonders gefährdete Orte meiden

    • Gipfel, Grate, Kuppen
    • Einzelne Bäume, Strom- und Seilbahnmasten und deren Umgebung
    • Wasserläufe und Stahlseile, weil diese Strom leiten
  • Sichere Orte aufsuchen

    • Unterkünfte mit geschlossenen Fenstern und Türen sowie Autos sind sicher, offene Unterstände und Zelte nicht.
    • In grossen Höhlen und innerhalb eines gleichschenkligen Dreiecks unter Felswänden ist man vor direktem Blitzschlag gut geschützt. Um ein Überspringen von Erdströmen zu vermeiden, halten Sie von allen Wänden, der Höhlendecke und anderen Menschen 2 m Abstand.
  • Richtige Stellung einnehmen

    • Gehen Sie auf einem trockenen Rucksack in die Hocke, ziehen Sie die Knie eng an. Nicht aufragen, um keinen direkten Blitzeinschlag zu provozieren. Berühren Sie den Boden nur an einem kleinen Ort (Schrittspannung), nicht anlehnen!
  • Metallene Gegenstände weglegen

    • Wanderstöcke, Pickel, Steigeisen oder Regenschirme können Blitze anziehen. Sie sollten deshalb mehrere Meter entfernt deponiert werden.

     

     

    Quelle und Bilder: Handbuch «Bergsport Sommer: Technik/Taktik/Sicherheit» SAC